18. Aug. 2016

Sehr malerisch im Zollernalbkreis gelegen und zur Stadt Rosenfeld gehörend, ist Leidringen mit seinen gut 900 Einwohnern ein rühriger Flecken. Zweimal im Jahr ist die Gemeinde Anziehungspunkt von Tausenden von Menschen, wenn nämlich der traditionelle Krämermarkt steigt. Dabei gibt es schon lange kein Vieh mehr wie in den Anfängen - aber dieser Markt hat sein außerordentliches Ambiente bis zum heutigen Tage beibehalten. Es ist eine ganz andere Welt, die Leute sind freundlich und aufgeschlossen, und man findet immer etwas zu kaufen. Das ganze Dorf schafft mit, um den staunenden Reingeschmeckten den Tag zu verschönern. Und wer einmal die knapp einen halben Meter lange Hochzeitsbratwurst gegessen hat, kehrt immer wieder zurück - wegen der Herzlichkeit und der Stressfreiheit, wie man sie heute eigentlich nirgendwo mehr findet.

Impressionen aus dem Freilichtmuseum von Hechingen-Stein

Die in Hechingen-Stein / Zollernalbkreis in einem Waldstück gelegene "Villa Rustica" beherbergt eine der wichtigsten Fundstätten aus der Römerzeit in Süddeutschland. Die Stätte wurde 1972 durch den damaligen Bürgermeister von Stein, Gerd Schollian, entdeckt und zwischen 1978 und 1981 durch Ausgrabungen erschlossen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um Reste einer besonders prächtig ausgebauten, mit rund fünf Hektar sehr großzügig bemessenen römischen Villa Rustica handelt, mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und einer rundum geschlossenen Mauer. Seit 1992 werden durchgängig Grabungen durchgeführt. - In meiner Bildergalerie sind zunächst Aufnahmen aus dem Jahr 2013 zu sehen, gefolgt von einem Luftbild aus dem Jahr 2007. Schließlich folgen Impressionen vom Römerfest 2004, das im Rhythmus von zwei Jahren in Stein stattfindet (2016 am 27./28. August).

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Außen- und Innenansichten

Der Erhalt der historisch bedeutenden Friedhofskapelle St. Marien in Haigerloch-Gruol aus dem Jahr 1323, im Volksmund Vituskapelle genannt, war der Bevölkerung ein so großes Anliegen, weshalb am 25. Jan. 2016 gleich ein Förderverein gegründet wurde. Zweck des Vereins ist die "ideele und materielle Förderung und Unterstützung zur Sanierung und Bauunterhaltung einschließlich der Innenausstattung der katholischen Vituskapelle". Die Baukosten für die Sanierung werden auf 834.000 € beziffert, wobei aufgrund der Einzigartigkeit des Gebäudes mit hohen Zuschüssen zu rechnen ist.

Die richtige Bezeichnung der Vituskapelle lautet eigentlich "Unserer Lieben Frauen Kirche". Von der ersten romanischen Kapelle Ende 12. / Anfang 13. Jhdt. ist heute noch eine größere Fläche in der Südwand erhalten. 1323 wurde die jetzige gotische Kapelle erbaut. Etwa 1350/60 erfolgte der Anbau der Sakristei östlich des Chores. 1452 begann der Einbau der hölzernen Tonnendecke im Schiff mit Wandmalereien, 1460 wurde der Glockenturm errichtet. Die historische Vituskapelle bekam einst beim Umbau der St.Clemens-Kirche deren markante Kirchturmspitze.

hier gibt's historische Fotos von Gruol aus dem Bestand des "Bildarchiv Foto Marburg"

28. August 2016

Zum 25. Jubiläum des Römischen Freilichtmuseums wurde auf der Villa Rustica ein höchst attraktives Römerfest unter dem Motto „Kelten, Römer und Alamannen“ gefeiert, bei dem den Besuchern ein lebendiger Einblick in das Alltagsleben längst vergangener Zeiten präsentiert wurde. Die verschiedenen Sippen, die sich auf dem Gelände der Villa rustica in einem großen Zeltlager angesiedelt hatten, zeigten dabei spektakuläre Kämpfe, rituelle Kulthandlungen und Tempeltänze. Mit dabei die „leg prima italica“ aus dem italienischen Brescia, die Keltengruppe „Schlamaunii“ aus Stams in Tirol sowie die Alamannensippe „ASK“ aus Tübingen. Und natürlich die charmanten Apollo-Tänzerinnen, die allesamt ein prächtiges Bild abgaben.

Während sich das Lagerleben ganz beschaulich gestaltete, gab es zwischen den antiken Mauern am Nachmittag ein unblutiges Schlachtengetümmel. Waffenvorführungen, etwa mit dem „Scorpio“, römische Kampftechniken wie die „Schildkröte“ und die tapferen Angriffe der aufmüpfigen Alamannen machten mächtig Eindruck. Höhepunkt waren aber unbestritten die Gladiatorenkämpfe, in denen die „Sportstars der Antike“ ihr ganzes Können demonstrierten. Selbst das Wetter zeigte sich römisch mit einer gnadenlosen Hitze, weshalb der ganz große Zuschauer-Ansturm ausblieb.

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Leben am und mit dem Wasser

Am letzten Juni-Wochenende 2013 fanden in meiner zweiten Heimat Fischingen die "Fischinger Heimattage" unter dem Motto "Leben am und mit dem Wasser" statt. Mit seiner wunderbaren Lage am Neckar, unterhalb der romantischen Burgruine Wehrstein, ist Fischingen ein wunderbares Ausflugsziel. Das umfangreiche Programm beinhaltete folgende Programmpunkte:

  • Kirchenführung und Orgelkonzert
  • Historische Bildersammlung in der Schule
  • Luftballon-Wettbewerb
  • Unterhaltung mit dem Musikverein, Mittagessen
  • Beach-Party mit Relaxzone und Sandstrand
  • Theater "Unglaublich - Goethe in Fischingen"
  • Führungen auf der Burgruine Wehrstein
  • Fischle-Rennen auf dem Neckar
  • Unterhaltung mit Country Joe Mc Lego
  • Dorf-Ralley
  • Umfangreiches kulinarisches Angebot