Monatsbilder

Impressionen 2009

Vor kurzem noch war der Jahrhundert-Wechsel in aller Munde und es drehte sich alles um das Jahr 2000 - und schon wieder sind 10 Jahre vergangen und wir zählen 2010.

2009 war allerhand los und bei uns in Aubenga war natürlich die Eyachtalhallen-Renovierung das Thema schlechthin. Ein richtig eisiger Winter ging voraus, in dem die Eyach teilweise sogar zugefroren war, auch in Balingen beim Wehr am Zollernschloß. Es folgte die kunterbunte Fasnet, wo der traditionelle Lumpenball nach 30 Jahren mal wieder im Gasthaus "Engel" absolviert wurde - und ehrlich, die Stimmung war prächtig!

Schön, dass nach der fünften Jahreszeit schon wieder der Frühling ruft und die Landschaft ruck zuck in Blüte steht. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - doch allein schon ihr Gezwitschere läßt Frühlingsgefühle aufkommen.

Nach der Erstkommunion dann endlich das lang ersehnte Ereignis der Owinger Bevölkerung - die Fertigstellung der Eyachtalhallen-Renovation. Toll ist sie geworden und wir alle sind stolz darauf. Ein ganz besonderer Dank unseren Senioren, die maßgeblich zu diesem einzigartigen Erfolg beigetragen haben.

Mehr als ein Dutzend Schwalbenschwanz-Schmettlinge auf einen Schlag - auch das gab's in Owingen. 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr - dieses Großereignis mußte gebührend gefeiert werden ... und wurde es auch. Was ein kleines Grüppchen mit der Bezeichnung "ABAI" jährlich bewerkstelligt wird, wurde von der Vereinsgründerin Marianne Spiller entsprechend gewürdigt.

Am bundesweiten "Tag des offenen Denkmals" beteiligte sich auch 2009 der "Förderverein Weilerkirche e.V.", der damit auf den zweiten Bauabschnitt der Außenrenovation im Jahr 2010 aufmerksam machte. Zum 18. Mal war das Aubenger Nikolausi-Team im Flecken unterwegs - und der Gesangverein veranstaltete erstmals ein Weihnachtssingen am Dorfplatz von Owingen.

Natürlich war noch viel mehr los im Flecken - deshalb drücken diese Impressionen nur einen Teil des Owinger Dorflebens aus, man möge mir verzeihen.

Monatsbilder

Impressionen 2011

2011 ist schon wieder Schnee von gestern - die Zeit rast förmlich dahin. Ein kleiner Bilder-Rückblick erinnert nochmals an das Vergangene der letzten 12 Monate:

  • 60 Jahre Aubenger Narraverei - das Fasnets-Ereignis
  • Frühlingsgefühle 2011
  • Abschluss Außenrenovation Weiler Kirche
  • Bildungshäusle Owingen
  • Alpenglühn über der Alten Kirche
  • Ausblick vom kleinen Warrenbergle
  • Feuerwehr-Hauptübung Gesamtstadt Haigerloch
  • Brunnenhockete Musikkapelle Owingen
  • Sonnenuntergang beim zweiten Kreuz
  • Ansicht Owingen vom Brunnenrain
  • Moste-Saison 2011
  • Kirbefest der Owinger Vereine
  • Ruine Wehrstein Fischingen (mit Nikolaus & Weihnachtsbeleuchtung)
  • Zollernschloß Balingen mit Eyachwehr bei Nacht
  • Fürstlicher Weihnachtsmarkt auf der Burg
  • Der Aubenger Erzengel mit Gefolge

Einen unfallfreien Rutsch und alles Gute für 2012!

Juni 2011

Froleichnam ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Fronleichnam wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest begangen (am 60. Tag nach dem Ostersonntag) und fällt somit frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni. Bedingt durch die superlange Fasnet 2011 (Aschermittwoch war erst am 9. März), schob sich Fronleichnam dieses Jahr auf den 23. Juni hinaus und könnte deshalb kalendarisch überhaupt nur noch einen einzigen Tag später sein. Für den mit Blumenteppichen charakteristischen Feiertag bedeutete dies eine große Erschwernis für die "Blumen-Mädels", denn um diese Jahreszeit gibt es bekanntlich nur noch sehr wenige Blumen in den Wiesen und Gärten. Dennoch creierten die drei Owinger Damen-Teams mit ihren Kids drei sehr schöne und individuelle Blumenteppich-Motive. Hierzu sammelten sie bereits am Vortag die "Zutaten" ein, um an Fronleichnam bereits mit dem Tagesanbruch um 5 Uhr mit dem Legen der Teppiche beginnen zu können. Denn bis zum Kirchgang um 9 Uhr musste ja alles gerichtet sein.

Auch wenn die festlichen, weiß-gelben Fähnchen und Reisigbüschel an den Häusern fast verschwunden sind, konnte die Tradition der Fronleichnams-Altare in Owingen bis zum heutigen Tage erhalten werden. Direkt im Anschluss an die Fronleichnams-Messe in der Neuen Kirche folgte die erste Station direkt vor der Türe. Angeführt von der Musikkapelle Owingen folgte sodann die Prozession mit Kommunions-Kindern, Ministranten sowie dem Pfarrer unter dem Himmel zur nächsten Station am ehemaligen Brauhaus Danner. Dieser Fronleichnams-Altar ist in Owingen der Älteste und dürfte dort schon um die 100 Jahre existent sein. Eingelagert von zwei Musikstücken des Kirchenchors, erteilte der Pfarrer den Segen und man pilgerte zum dritten Fronleichnams-Altar vor dem Rathaus auf dem Dorfplatz. Der Abschluss der Fronleichnams-Prozession folgte im Anschluss in der Alten Kirche in Form der vierten Station.

Einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1960 ist die ursprüngliche Fronleichnams-Tradition in Owingen zu entnehmen: "In Owingen war der Fronleichnamstag bis zur Jahrhundertwende (1900) auch ein weltlicher Gemeindefeiertag. Vom Geisberg kündeten Böllerschüsse den Anbruch des Tages, und auch die Musik wirkte mit religiösen Chorälen mit. Jungfrauen trugen in der Prozession brennende Kerzen. Später wandelte sich der Brauch ab: schulentlassene Mädchen trugen eine Madonna und eine Statue des Jesusknaben. Die Kleinsten trugen Kirchenfähnchen, und vor den vier Altären entstanden herrliche Blumenteppiche. Nachmittags war eine weltliche Feier, bei der Mesner und Ministranten Zahltag erhielten. Kirchenchor und Musikkapelle wetteiferten in frohen Darbietungen. Im allgemeinen wurden sie mit einem Vesper belohnt, und wenn der Bürgermeister noch eine klingende Münze beisteuerte, reichte es auch noch zum gemütlichen Schoppen. Diese Art der Nachfeier wurde dann allerdings im Lauf der Zeit abgeschafft."

Zurückblickend auf meine Kindheit, erinnere ich mich noch sehr gut an den früheren Prozessions-Gang: dieser startete von der Alten Kirche und man pilgerte über das Gässle zum ersten Altar am "Brauhaus Danner", das damals von Hans und Euge Schmocker geschmückt wurde. Von hier ging's über die Hauptstraße in Richtung Wohnhaus von Jakob Rockenstein (heute Fam. Schury), welcher das Altärle von Martin Weißhaar (heutiges Schröder-Haus) übernommen hatte. Weiter folgte man den mit frischen Laub-Ästen (sog. "Maien") ausgesteckten Weg zur Scheune vom "Musik-Seffle" (Ecke Eyachst./Hauptstr.), wo sich die dritte Station befand. Von hier ging's weiter zur Scheune beim Pfarrhaus (dort, wo heute die Fertiggarage steht) und damit dem vierten Fronleichnams-Altar. Der Abschluss der Prozession schließlich fand wieder in der Alten Kirche statt.

Die Bildergalerie rechts dokumentiert zuerst Mal die aktuelle Fronleichnams-Prozession 2011 von A bis Z. Anschliessend folgen die historischen Fotos, beginnend mit der Menschenmenge beim Fronleichnams-Altar in der Eyachstraße und dem eigentlichen Altar an der dortigen Scheune (um 1950). Es folgt der Altar vor dem Brauhaus Danner, der sich bis zum heutigen Tage so gehalten hat. Die zweite Reihe der historische Aufnahmen beginnt mit dem Altar vor der Scheune des Hauses vom "Kassen-Jakob" (Jakob Rockenstein) in der heutigen Bergstraße 10. Es folgt eine uralte Fotografie von dem Altar an der ehemaligen Pfarrhaus-Scheune, auch hier typisch die vielen Wandbilder. Heiligenfiguren und Häuserschmuck waren früher völlig normal, in der heutigen so schnelllebigen Zeit muss man schon fast danach suchen. Bemerkenswert die fest installierten Heiligenfiguren an einigen alten Häusern, die das ganze Jahr über präsent sind und an Fronleichnam besonders hervor stechen.

Monatsbilder

Impressionen 2010

Drum sich gegenwärtig alles um die Fasnet und sonst um gar nix dreht, gibt's im Rahmen der Januar-Bilder ein paar bunte Impressionen aus dem Jahr 2010.

Viel Spass beim Anschauen - spätestens im Frühling stehen wieder andere Themen auf dem Programm! Narrrriiii!!!

Monatsbilder-Special: Maikäfer 2012

13. Mai 2012

"Gibt's eigentlich noch Maikäfer? Früher, da lag abends förmlich ein Brummeln in der Luft. Die Tierchen kurvten so zahlreich im Schein der Straßenlampen, dass sie in der Luft zusammen prasselten. Ein Mordsverkehr. Und jetzt? Nichts brummelt. Aber es muss sie noch geben. Ein Exemplar schleppte sich in Hechingen über die Straße, wackelte übers Pflaster des Kirchplatzes Richtung St. Jakobus. Zu Fuß! Maikäfer flieg? Die Gewohnheiten scheinen sich verändert zu haben, die der Mensch im Umgang mit Insekten der Gattung 'Melolontha melolontha' offenbar auch. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts sollen sie als Hühnerfutter verwendet worden sein - und sogar als Delikatesse in deutschen und französischen Küchen. Maikäfer geröstet, als Suppeneinlage oder kandiert zum Nachtisch. Wer's mag. Derzeit reicht's nicht mal für eine Vorspeise." - so steht im Artikel "Kein Brummeln" vom Schwarzwälder Bote am 12. Mai 2012 (danke an Volker Rath).

Wer aber tatsächlich noch eine eiweißhaltige und knackige Suppeneinlage für den anstehenden "Vatertag" sucht, der fahre einfach in das benachbarte Leidringen (bei Rosenfeld). Dort, wo der asphaltierte, landwirtschaftliche Verbindungsweg in Richtung Wasserturm Geislingen führt, befindet sich am Ende der Buchbergstraße rechter Hand ein Heckenstreifen mit Haselnuss-Pflanzen, Obst-Ablegern und sonstigen Laubbäumen. Unglaublich - aber hier wimmelt es von gefrässigen Maikäfern, sicherlich sind es Tausende!

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - aber diese Maikäfer-Invasion ist ein klarer Indiz für den Wonnemonat Mai (fotografiert am Muttertag, 13. Mai 2012). Offensichtlich fühlen sich die Käfer an dieser Stelle ganz besonders heimisch, denn alljährlich ist dies eine sichere Fundstelle.

Zur Lebensweise der Maikäfer: Nach Beendigung der Metamorphose gräbt sich der Maikäfer, seinem Namen entsprechend, in den Monaten April und Mai aus dem Erdboden, fliegt hauptsächlich im Mai und Juni und ernährt sich überwiegend von den Blättern von Laubbäumen. Bei der Eiablage werden 10 bis 100 Eier in eher feuchte Humusböden eingebracht. Die Käfer leben als Imago noch etwa 4 bis 7 Wochen. Das Männchen stirbt nach der Begattung, das Weibchen nach der Eiablage. Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen die Engerlinge.

Maikäfer haben eine Zykluszeit von drei bis fünf, meist vier Jahren. Das heißt, die frischgeschlüpften Engerlinge benötigen vier Jahre, bis sie eine vollständige Metamorphose zum geschlechtsreifen Tier durchgemacht haben. Diese Zyklen sind regional synchronisiert. Bei einem vierjährigen Zyklus etwa folgt auf drei Jahre mit niedrigem Aufkommen ein Jahr mit deutlich mehr Käfern (Maikäferjahr). Diesem Zyklus ist ein über 30- bis 45-jähriger Rhythmus überlagert.