Knockout-Festival Karlsruhe

10. Dez. 2011

Nach dem großen Erfolg von 2009, fand dieses Jahr zum insgesamt 4. Mal das Knockout-Festival in der Karlsruher Europahalle statt. Folgende Bands sorgten dafür, dass das Festival zu einem XMas-Kracher wurde: Vodoo Circle, Grave Digger, Stratovarius, DragonForce, Saxon und Blind Guardian.

17:00 - Voodoo Circle eröffnen das Knock-Out Festival 2011. In den 35 Minuten bleibt die Band ihrem Markenzeichen mit klassischem Hardrock und dem Touch der 80er-Jahre treu. Ein sehr guter Start in den insgesamt acht Stunden andauernden Weihnachtsrock-Abend.

Etwa eine Stunde später stehen Grave Digger auf der Bühne. Nach einem Dudelsack-Solo - gespielt von einem ziemlich beweglichen Skelett - blieb es noch eine Weile schottisch angehaucht. Zum Abschluss ihres 45-minütigen Gigs, mussten mit Rebellion und Heavy Metal Breakdown zwei absolute Klassiker herhalten. Aber was wäre schon ein Grave Digger-Konzert ohne Rebellion?!

Kurz nach 19 Uhr übernahm mit Stratovarius eine der Power-Metal-Bands der ersten Stunde die Bühne. Leider hatten sie direkt zu Beginn eine schlechte Nachricht: Das Konzert würde das letzte deutsche Konzert mit Drummer Jörg Michael sein; er wird die Band nach der aktuellen Tour aus persönlichen Gründen verlassen. Nichtsdestotrotz war die Stimmung während der 55 Minuten voller Power-Metal einwandfrei und man konnte deutlich sehen, dass die Menge Spaß hatte. Der klare Höhepunkt des Konzerts war Hunting High and Low, bei dem so ziemlich jeder mitsingen konnte und das auch hörbar tat.

Gegen 20:30 stürmten DragonForce die Bühne. Neben Klassikern wie Operation Ground and Pound gaben sie auch 2 Songs von ihrem neuen Album (VÖ: 2012) zum Besten. Nach der Heimreise - um nicht zu sagen Last Journey Home - verabschiedeten sich die Briten feurig - es gab zwar weder Pyrotechnik noch brannte die Bühne ab, aber dafür gingen sie Through the Fire and Flames. Während des gesamten Konzerts merkte man nichts davon, dass sie auch gerne als "Studioforce" belächelt werden - die Stimmung im Saal tobte und Herman Li malträtierte seine Gitarre mit schnellen Riffs, die sich kaum von den Studioversionen der jeweiligen Songs verstecken mussten.

Vor den beiden Headlinern fand um 21:45 die Übergabe der beiden Epiphone E-Gitarren statt, die man gewinnen konnte, indem man entweder ein VIP-Ticket besaß oder aber am Gewinnspiel des Heavy Magazins teilgenommen hatte. Gegen 22 Uhr traten Saxon mit einem Heavy Metal Thunder aus dem Nebel und spielten als Co-Headliner 1 1/4-tel Stunden lang klassischen Heavy Metal. Der Auftritt war top!

Um 23:45 war es dann soweit: Der Headliner Blind Guardian war an der Reihe. Direkt zu Beginn machten sie einen Abstecher nach Mittelerde, um danach durch die Bandgeschichte zu reisen und mit der Zeit auch das Tempo anzuziehen. Natürlich durften auch Songs wie Valhalla nicht fehlen und zu guter Letzt beendeten sie das Knock-Out Festival mit einem Dreierpack, bestehend aus den beiden Teilen des Bard's Song' (In the Forest und The Hobbit) und Mirror Mirror. In insgesamt 90 Minuten machte die Band um Hansi Kürsch* ihrer Position als Headliner alle Ehre und trotz der späten Stunde sang die gesamte Halle den einen oder anderen Song lautstark mit.