Monatsbilder

Oktober 2011

Bis zum 100. Geburtstag der Mosterei in Owingen sind's zwar noch elf Jahre, aber die Zeichen dafür, dass die Mosterei im Rathaus dieses Jubiläum tatsächlich auch erlebt, stehen bestens. Denn seit über einem Monat werden in der einzigen Mosterei im Raum Haigerloch Wochenende für Wochenende Äpfel (und Birnen) gepresst und direkt vor Ort zu Apfelsaft pasteurisiert. Mit der von Ralt Ott selbst konzipierten Abkochanlage lassen sich pro Stunde 1000 Liter in Behälter von 3, 5 und 10 Litern Fassungsvermögen abkochen.

Aus der gesamten Raumschaft strömen die mit Obst beladenen Vehikel in Richtung Dorfplatz Owingen, wo in der Most-Halle des Rathauses das Team des Obst- und Gartenbauvereins seine Dienste anbietet. Von frühmorgens bis in die Nacht hinein läuft die Presse und die Kundschaft pendelt zwischen Minimalst-Kunden mit ein paar Zentnern bis hin zu echten Großlieferanten mit dem Ladewagen. Dadurch fällt auch jede Menge Trester an, der bei Jägern ganz besonders gefragt ist.

Nach gegenwärtigem Stand (26.10.11) dürfte die Moste-Saison noch bis zum 5.11.11 andauern - und bekanntlich ist das Obst am Schluß am süßesten. Wer also noch Bedarf hat, kann sich über die Moste-Hotline 01520 / 316 2430 (Mo-Fr. 16 bis 20 Uhr bzw. Sa. 9-15 Uhr) anmelden.

Blickt man nochmals 5 Jahre zurück, kaufte der OGV Owingen im Jahr 2006 die gesamte Moste von Josef Pfeiffer aus Hirrlingen auf, um die abgewirtschaftete Alt-Anlage in Owingen damit zu ersetzen. Das Experiment gelang und damit wurde die Most-Tradition in Owingen fortgesetzt.

Anbei ein kleiner Bilderbogen von der Moste-Saison 2011 mit allerhand interessanten Motiven. Zum einen ein echter Knochenjob für die Moster, zum anderen aber auch ein Platz für ein gemütliches Schwätzchen.

Das Kirbefest der Owinger Vereine vom 22. bis 23. Oktober 2011 für die Owinger Bürger zum Abschluss der Eyachtalhallensanierung wurde zum Volltreffer.

Die Gäste erwartete am Wochenende ein buntes und äußerst unterhaltsames Programm. Am Sonntag zum Mittagessen, war der Andrang so groß, dass zusätzliche Tische und Stühle in der Halle aufgebaut werden mussten und selbst die 27 für das Fest gebackene Kuchen wurden ratzeputz vertilgt.

Angefangen hatte das Fest am Samstag mit einem Nachmittag für die Senioren des Ortes, bei dem der Kirchenchor unter der Leitung von Friedrich Stifel sang. Von der Lebensleistung der Senioren würden heute die Jungen profitieren, meinte dabei Ortsvorsteher Peter Volm mit einem Seitenblick auf den Bau der Eyachtalhalle vor über 30 Jahren und die Hilfe zahlreicher älterer Bürger bei deren Sanierung.

Abends führte Hans-Rudi Teller wort- und witzreich durchs Programm, das der Gesangverein eröffnete. In vielfältiger Verkleidung zum Lied "D’r G’sangverei" formiert, setzten die Sänger einen ersten Höhepunkt. Die Juniorgarde tanzte anschließend als "Feen des Lichts, gefangen im Schatten der Dunkelheit" über die Bühne.

Ein weiterer Stimmungsbringer war ein von der Feuerwehr initiierte Wettstreit, der aus den Disziplinen Maßkrugstemmen, Tauziehen und einem Überraschungsspiel mit einer Leiter bestand. Daran beteiligten sich fünfköpfige Mannschaften des Musikvereins, der Sportvereins, der Gesangvereins und der Ortschaftsrat (letzterer wurde auch Sieger bei dem Wettbewerb).

Zum Abschluss des Samstags begeisterte das "Aubenger Ballett" mit dem Tanz "Achterbahn der Gefühle". Zwischendurch unterhielt immer wieder eine Abordnung der Owinger Musikkapelle mit dem Bandnamen "16 Halbe plus eine" die Besucher.

Am Sonntag traten Kindergarten und Grundschule mit einem Herbstlieder-Potpourri und dem Bildungshaustanz auf. Auch der Kinder- und der Jugendchor des Gesangvereins und die Jugendkapelle des Musikvereins zeigten ihr Können. Die Minigarde bot den Showtanz "4 Jahreszeiten" dar, zudem wartete eine Oldtimerparade der Schlepperfreunde und ein Luftballonwettbewerb auf die Besucher.